Leinsamen und Chia-Samen

Was haben Leinsamen und Chia-Samen gemeinsam? Beide enthalten die für ME/CFS wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Der Auslöser für ME/CFS ist oft eine virale Infektion, die immer wieder auch persistierend auftritt. Diese Infektionen blockieren höchstwahrscheinlich die Fähigkeit des Körpers mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6) zu bilden, indem sie ein Enzym blockieren, das für deren Aufbau aus den Vorläufersubstanzen (Alpha-Linolensäure und Linolsäure) benötigt wird. Dr. Bieger hat sehr gute Artikel über die Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten verfasst. Ich kann euch sehr empfehlen, diese interessanten Artikel zu lesen. Es gibt Studien, die Belege liefern für statistisch signifikant niedrigere Werte der Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren in den roten Blutzellen und dass diese auch für die Werte in den Gehirnzellen repräsentativ seien.

Was bewirken Omega-3-Fettsäuren?

Omega-3-Fettsäuren sind essenziell für den Stoffwechsel des menschlichen Körpers und halten die Hüllen der Zellen geschmeidig. Omega-3-Fettsäuren sind für eine starke Abwehr nötig und können Entzündungen reduzieren. Sie haben lipidsenkende, antithrombotische, antiarrhythmische, antiatherogene, schwach blutdrucksenkende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Leinsamen und Chia-Samen – Bild Wilfried Lang

Wie verwende ich Leinsamen und Chia-Samen?

Prinzipiell würde ich beide Samen unbedingt frisch schroten. Durch das Schroten werden die wertvollen Omega-3-Fettsäuren freigesetzt. Das könnte man natürlich auch durch gutes Kauen erreichen, da die Samen aber sehr klein sind, zerkleinere ich diese einfach im Thermomix und bin mir so sicher, die wertvollen Inhaltsstoffe auch aufzunehmen. Durch das Schroten halten die Samen allerdings nur kurz, deshalb immer gleich verwenden, dass diese nicht ranzig werden. Bei beiden Samen würde ich unbedingt auf Bioqualität achten, da im konventionellen Anbau oft mit Herbiziden gearbeitet wird. Leinsamen hat den Vorteil, in Deutschland produziert zu werden. Chia-Samen muss dagegen importiert werden und ist auch teurer als Leinsamen. Man kann Chia-Samen auch mit Wasser mischen und als Ei-Ersatz zum Backen verwenden. Als Ergänzung zu beiden Samen kann ich euch noch Flohsamen (bitte auch unbedingt schroten) empfehlen, der zusätzlich noch Ballaststoffe, Fette, Proteine und Schleimstoffe enthält. Man kann die geschroteten Samen gut unter z. B. das Müsli geben, oder man gibt die Mischung einfach zu gekochtem Reis und macht daraus Reisbratlinge. Auf alle Fälle unterstützen die wertvollen Inhaltsstoffe der Samen eure Gesundheit! Wichtig bei allen drei Samen ist, genügend zu trinken, damit keine Darmverschlussprobleme entstehen. Natürlich könnte man Omega-3-Fettsäuren auch durch fetten Fisch wie Lachs aufnehmen, da die Meere aber immer mehr z. B. mit Mikroplastik verseucht sind und Fisch prinzipiell zur Mangelware wird, empfehle ich die Aufnahme über Leinsamen (Leinöl) und Chia-Samen.

3 Gründe, jeden Tag Leinsamen zu essen
Das solltest du unbedingt über Chia Samen wissen!
FLOHSAMENSCHALEN WIRKUNG: So wird dein DARM GESUND und du SCHLANK!